Wohnflächenberechnung nach Wohnflächen-verordnung – WoFlV

Die Wohnflächenverordnung (WoFlV) ist seit Anfang 2004 für den öffentlich geförderten Wohnungsbau per Gesetz verbindlich. Gerichte wenden sie auch für frei finanzierte Wohnungen an, wenn im Miet- oder Kaufvertrag nichts anderes steht.

Die Wohnflächenverordnung nach Wohnflächenverordnung regelt die Bestimmung vermietbarer Wohnflächen. Sie regelt welche Flächen als Wohnfläche gelten. Die Grundflächen von Zubehörräumen wie Dachräumen und Kellern, Wirtschafts- und Geschäftsräumen oder Räumen, die nicht den Anforderungen des Bauordnungsrechts entsprechen, zählen nicht zur Wohnfläche. Als Grundfläche eines Gebäudes wird die Fläche bezeichnet, die ein Gebäude oder ein Teil eines Gebäudes auf dem Boden zeichnet, also die Begrenzungsfläche des Gebäudes bzw. Raumes.

Räume mit schrägen Wänden dürfen nach der WoFlV nur dann zu hundert Prozent der Wohnfläche zugeordnet werden, wenn sie über zwei Meter hoch sind. Liegt die Raumhöhe dagegen unter einem Meter, zählt das Areal nicht mehr als Wohnfläche. Auch für Balkon und Wintergarten gibt es feste Regeln – vorausgesetzt, es gilt die WoFlV oder es ist keine andere Methode zur Flächenberechnung im Miet- oder Kaufvertrag festgelegt.